Danke, dass Du mich liebst …

Vielleicht haben Sie sich die featured Videos im oberen Teil der Schreib-Box (auf der Startseite) bereits angesehen und angehört. Darunter den Song: Thank You For Loving Me von Jon Bon Jovi (ich habe das Viedo am Ende des Beitrages eingefügt).  Möglicherweise haben Sie auch den beigefügten Songtext gelesen,  um genauer zu verstehen, um was es in diesem Song geht. Eine Liebeserklärung, die sehr gefühlvoll von Jon Bon Jovi gesungen wird. Es geht um das Gefühl der Dankbarkeit, die man empfindet oder empfinden sollte, wenn man von jemandem geliebt wird. Die Liebe, nach der wir suchen, die Liebe, die wir geschenkt bekommen, die Liebe, die uns glücklich macht.

Es ist wieder Karin, die mich mit ihrem Kommentar inspirierte. Anstatt um eine knappe Antwort im Kommentarfeld zu platzieren, beschloss ich, noch ein paar Gedanken zu diesem schönen Song in einem neuen Beitrag festzuhalten.

Karin schrieb:

Dieser Text ist eine der schönsten Liebeserklärungen, die es gibt. Eine gefühlvolle Stimmung, die Jon Bon Jovi überzeugend interpretiert. Danke Sunelly für Deinen “Fund”.
Grüße, Karin

.

Liebe Karin,

ja, du hast recht – dieser Song gehört auch zu meinen Favoriten. Das Lied ist voller Dankbarkeit für die Liebe, die einem zuteilwird, die man geschenkt bekommt. Liebe und Dankbarkeit gehören zusammen, so wie Gesundheit und Dankbarkeit auch. Eine gute Gesundheit ist wohl das Wertvollste, das man haben kann. Doch die Liebe, nach der sich so viele Menschen sehnen, macht unser Leben vollständig. Die Liebe, die in jedem von uns innewohnt, die jedoch nicht immer gefunden wird, weil wir in erster Linie in der Außenwelt danach suchen. Ich glaube, dass jeder, der sein passendes Gegenstück in der Außenwelt gefunden hat und in einer absolut glücklichen Beziehung lebt, hat das Gefühl der Liebe bereits davor in sich selbst, für sich selbst entdeckt.

Wenn das so ist, dann hat man keine Gefühle der Verzweiflung, der Angst, der Hoffnungslosigkeit in sich, weil man sehr gut mit sich alleine klarkommt und auch glücklich sein kann. Dann ist das eigene Glück nicht davon abhängig, ob man von jemandem geliebt wird oder nicht. Diese Liebe strebt immer danach, in uns, für uns selbst entdeckt zu werden. Nur wir Menschen glauben, dass wir nicht glücklich sein können, wenn wir alleine sind.

Mit dem Alleinsein wird sehr oft das Wort Einsamkeit verknüpft – niemand möchte einsam sein; es ist ein Zustand der Hoffnungslosigkeit, der Verbitterung, wir haben das Gefühl, nicht geliebt zu werden. Das ist auch der Grund, warum wir teilweise panisch nach jemandem suchen, der uns das Gefühl der Einsamkeit erspart. Wenn wir alleine sind und wir uns damit nicht wohlfühlen, wenn wir nicht imstande sind, uns auch alleine glücklich zu fühlen (z.B. weil uns so ziemlich alles in unserem Leben anödet – kein Partner, keine erfüllende Tätigkeit, keine Freunde), dann sehnen wir uns danach, geliebt zu werden – dann wollen wir nicht einsam sein.

Wir fühlen uns als Opfer, weil wir das Gefühl haben, für niemanden wichtig zu sein, niemandem etwas zu bedeuten, von niemandem gebraucht zu werden. Wir brauchen dieses Gefühl des Gebrauchtwerdens und das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Wir brauchen die Gewissheit, dass wir uns an jemanden anlehnen können, dass wir jemanden haben, der hinter uns steht, jemanden, der uns das Gefühl der Sicherheit gibt. Jemanden, der uns festhält, wenn wir am Abgrund stehen. Jemanden, der uns wieder auf die Beine hilft, wenn wir auf unserem Weg hinfallen. Jemanden, der uns tröstet und uns umarmt, wenn wir mit einem Schicksalsschlag konfrontiert sind, und wir glauben, es nicht alleine schaffen zu können. Jemanden, der uns Mut und Zuversicht gibt, jemanden, der mit uns am selben Strang zieht. Nach all dem suchen wir da draußen.

Photo via http://photosunterwegs.wordpress.com © 2012 by Sunelly Sims

Doch meiner Meinung nach ist die Aufgabe das Gefühl der Freude zuerst in uns selbst zu entdecken. Das Gefühl der Freude, die uns unser Leben lieben lässt – mit oder ohne Partner. Es ist die Freude, die wir in unserem Herzen spüren, die uns von innen wärmt, die uns Hoffnung, Zuversicht und Mut für den weiteren Lebensweg schenkt. Die Freude als innerer Katalysator, der uns die Hürden, die uns auf dem Weg des Lebens begegnen, leichter überwinden lässt. Mit Freude im Herzen geht Vieles einfach wesentlich leichter – wir sind leistungsfähiger, motivierter, liebevoller zu unseren Mitmenschen, hilfsbereiter und offener. Durch das Gefühl der Freude in uns öffnet sich unser Herz ganz weit und ist bereit, weitere glückliche Momente, weitere Wunder, noch mehr Freude und Liebe in sich aufzunehmen. So haben wir durch die in uns vorhandene Freude das Potenzial, auch den Menschen zu finden, der mit uns am Besten harmoniert. Den Menschen, von dem wir geliebt werden möchten und den wir auch in unser Herz schließen können.

Wenn wir keine Freude am Leben haben, wenn wir dieses warme Gefühl der Freude in unserem Herz nicht spüren können, weil wir mit vielen Bereichen unseres Lebens unzufrieden sind, dann bleibt auch das Herz geschlossen. Dann sind wir nicht offen für die Liebe, für glückliche Momente, auch nicht für wunder-volle „Zufälle“, die uns wohl unseren Herzenswunsch gerne erfüllen würden, die wir jedoch in unserem unzufriedenen Zustand, mit unserem geschlossenen Herzen gar nicht wahrnehmen können. Wir spüren keine Freude in uns, wir sind frustriert, die Ängste vor der Einsamkeit quälen uns, Mutlosigkeit und Hoffnungslosigkeit werden unsere ständigen Begleiter. Unsere täglichen Gedanken kreisen sich um all diese Themen, wir verlieren uns selbst im Gefühl der Verzweiflung. Wie können wir die immer schnellere Bewegung dieser Abwärtsspirale aufhalten?

Wir sollten nach etwas Ausschau halten – und wenn es noch so klein ist, aber auf irgendeine Art und Weise einen Sinn für uns macht – etwas, das uns Freude machen könnte. Etwas, das uns tief in unserem Inneren mit einer leisen Stimme anspricht. Darüber nachdenken, sich durch andere Menschen, deren Tätigkeiten, Hobbys inspirieren lassen um die Mauer der Freudlosigkeit und der Verzweiflung durchzubrechen. Oder etwas in einem bestimmten Bereich unseres Lebens verändern (eine andere Umgebung oder eine andere Arbeitsstelle, die besser unserem Potenzial entspricht und uns dadurch mehr Freude bereitet). Meiner Meinung nach ist das der einzige Weg, um das Gefühl der Freude „anzulocken“ und dieses Gefühl im Laufe der Zeit intensiver in unserem Alltag zu integrieren – ihm einen festen Bestandteil in unserem Leben zu geben. Wir sollten versuchen, die Samenkerne der Freude in unserem „inneren Garten“ zu säen – denn nur das, was wir gesät haben, werden wir ernten.

Erst wenn wir durch das Gefühl der Freude uns selbst lieben können, Selbstachtung haben, uns selbst gut und respektvoll behandeln, werden dies auch andere Menschen da draußen spüren. Andere Menschen, die mit uns harmonieren, weil sie sich auf unbewusster Ebene von uns, von der in uns innewohnenden Freude angesprochen fühlen. Gleich und Gleich gesellt sich gern – auch wenn uns das oft nicht auf Anhieb bewusst ist. Es sind die unsichtbaren Signale der Resonanz, die wir unbewusst aussenden – wir befinden uns mit unseren Gefühlen, Gedanken ständig auf Sendung und auf  Empfang – ob wir dies glauben oder nicht. Wenn es uns gelingt, das Gefühl der Freude in uns selbst zu finden, wenn wir uns vom Fluss des Lebens tragen lassen, ohne Kampf und Widerstand, dann können wir das Leben leben, das bereit ist, all die Liebe und all das Glück, wonach wir uns so sehnen, uns auch zuteilwerden zu lassen.

Damit wir unser Leben lieben können, weil wir in jemandem an unserer Seite endlich  den Menschen gefunden haben, dem wir mit viel Liebe im Herzen „Thank You For Loving Me“ vorsingen können. Sie können diesen schönen Song auch bei einem romantischen Date oder Abendessen gemeinsam anhören. Ein Traum …? Nein, es muss nicht unbedingt bloß ein Traum bleiben – versuchen Sie das Gefühl der Freude zu finden um noch mehr Freude und schöne Momente in Ihrem Leben zu erleben.

.

Thank You for Loving Me – Jon Bon Jovi 

Songtext Englisch / Deutsch

.

Alles Liebe wünscht,

 © Sunelly Sims

Thank You For Loving Me

.

3 thoughts on “Danke, dass Du mich liebst …

  1. „… Erst wenn wir durch das Gefühl der Freude uns selbst lieben können, Selbstachtung haben, uns selbst gut und respektvoll behandeln, werden dies auch andere Menschen da draußen spüren …“
    Ich sorge für mich, ich sorge für das Leben und das Wachsen dessen, was ich liebe. Es stimmt Sunelly und das kann für jeden von uns so unterschiedlich sein.

    Wie wir das erreichen können (falls wir es noch nicht gefunden haben), hast Du wunderbar und tiefgründig beschrieben. Auch ich habe schon durch Dich Impulse bekommen und werde ein früheres Hobby parallel wieder aufleben lassen.
    Ich habe Bekannte, die glauben, ihre Ziele und Wünsche in einer Partnerschaft nicht ausleben zu können. Hier mache ich gern Mut, denn es ist möglich.
    Liebe ist auch Freude im Geben, eine Aktivität, die sich entwickeln kann.
    Liebe bedeutet Fürsorge, Verantwortung, Achtung voreinander und Erkenntnis ( Erkenntnisse, die wir brachliegen lassen … – Dein voriger Beitrag).
    Wir können lieben, wenn wir fähig sind, jemanden so zu sehen, wie er ist, seine einzigartige Individualität wahrnehmen und ein echtes Interesse daran haben, dass auch der geliebte Partner wachsen und sich entfalten kann.
    Dann ist ein Austausch, neuer Gesprächsstoff und eine Weiterentwicklung einzeln und in der Gemeinsamkeit möglich.

    „Danke, dass Du mich liebst
    dass Du meine Augen bist, wenn ich nichts sehen kann
    dass Du meine Lippen teilst, wenn ich nicht atmen kann
    Danke, dass Du mich liebst“
    Refrain aus dem Songtext (deutsche Übersetzung)

    Danke Sunelly für diesen wertvollen Austausch, der ebenfalls Freude macht. Ich würde mich auch freuen, wenn sich noch andere Gedanken oder Erfahrungen dazugesellen.

    Liebe Grüße und Wünsche für einen schönen kreativen Tag,
    Karin

    • Hallo Karin,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

      „Wir können lieben, wenn wir fähig sind, jemanden so zu sehen, wie er ist, seine einzigartige Individualität wahrnehmen und ein echtes Interesse daran haben, dass auch der geliebte Partner wachsen und sich entfalten kann. Dann ist ein Austausch, neuer Gesprächsstoff und eine Weiterentwicklung einzeln und in der Gemeinsamkeit möglich.“
      ——-
      Das sehe ich auch so – doch viele Menschen tun sich schwer damit, den anderen so anzunehmen, wie er ist. Ich glaube auch, dass das Problem nicht bei der anderen Person liegt – sie ist lediglich unser Spiegel. Sie widerspiegelt einen Aspekt unseres Wesens, den wir tief in uns haben und mit dessen Akzeptanz wir selbst ein Problem haben – für uns selbst. Etwas, eine Seite in einer dunklen Ecke in unserem Wesen, die wir nicht so gerne anschauen, weil sie uns selbst stört, wir lehnen diese Seite in uns ab, wir können sie irgendwie nicht akzeptieren, dass sie zu unserem Selbst gehört.

      In dem Spiegel, der uns durch den Partner vorgehalten wird, können wir dieses Defizit „sehen“, erkennen. Meistens ist es z.B. eine Eigenschaft des Partners, die uns aufregt (wir haben also Schwierigkeiten damit, ihn mit dieser Eigenschaft anzunehmen), ein Wesenszug von ihm, den wir welbst nicht haben, den wir jedoch gerne hätten. Doch irgendwie schafften wir es bisher nicht, diese Eigenschaft in uns selbst zu integrieren. Dafür ist der Spiegel da – wir sollten eine Eigenschaft in uns selbst noch mehr „ausbauen“ (wenn ein Teil davon in uns vorhanden ist) oder sie zur Gänze in uns selbst „installieren“, weil dies unserer Weiterentwicklung dienen würde. Es ist ein Defizit, das wir ausgleichen sollten und das sollten wir durch die Beziehung tun, es vom Partner „lernen“.

      Jede Partnerschaft beinhaltet einen Lernprozess mit Aufgaben – doch es ist immer dienlich auf eine Art und Weise. Auch wenn man auf Anhieb nur negative Aspekte erkennen kann. Oft wird nach dem Beenden einer Beziehung erkannt, dass man durch sie doch Einiges gelernt hat.
      Wenn Menschen sagen: Na ja, es ist dumm gelaufen, aber eines habe ich dazugelernt … oder: „Ich weiß nicht, wofür diese Beziehung gut war, denn ich habe ziemlich oft darunter gelitten; doch ich weiß jetzt, dass ich beim nächsten Mal (in der nächsten Beziehung) dies und das wohl anders oder nicht mehr machen werde …

      Wenn man solche oder ähnliche Sätze hört, weiß man, dass jede zwischenmenschliche Beziehung für etwas gut ist, für etwas gut war. Auch wenn dies uns erst im Nachhinein bewusst wird. Es ist so, weil wir immer dazulernen, uns immer weiterentwickeln müssen im Leben. Das Leben duldet keinen Stillstand. Wir können nicht, wenn wir älter werden, den gleichen Erfahrungs- bzw. Wissensstand haben, wie wir diese mit 20 Jahren besaßen. Das wäre nicht der Sinn unseres Lebens.

      Ich weiß schon, es kann oft ärgerlich sein, wenn wir durch den Spiegel mit einigen unserer Schwächen, Defizite konfrontiert werden. Doch wir sollten immer vor Augen halten, dass es uns im Leben weiterbringt, wenn wir diese Defizite korrigieren bzw. nachholen. Je schneller wir das begreifen und bereit sind daran auch zu arbeiten, umso schneller verschwindet eine negative Erfahrung aus unserem Leben, die uns belastet.

      Oder durch die Annahme und Akzeptanz des eigenen Defizites werden wir besser in der Lage sein, die Eigenschaft des Partners, die uns ärgert, zu akzeptieren. Durch den Spiegel wird die dunkle Ecke in uns beleuchtet, die, wenn wir ihr mehr Aufmerksamkeit schenken, uns selbst auch nicht mehr ärgern wird – wir erkennen das Defizit (dunkle Ecke) in uns an und verbessern etwas daran – dadurch werden wir feststellen, dass uns nachher diese bestimmte Eigenschaft des Partners auch nicht mehr aus der Ruhe bringt. Entweder noch in der bestehenden Beziehung, oder wenn man sich voneinander trennt, dann in der nächsten Partnerschaft. Da kommen nämlich wieder andere, neue Sachen auf uns zu (andere Eigenschaften, Defizite, an denen wir möglicherwiese noch arbeiten müssen) … Fazit: Man lernt eben nie aus oder: das Leben ist lernen.

      Liebe Grüße,
      Sunelly Sims

      PS: …und ich hab´ schon wieder einen „Roman“ geschrieben … ich sag´s dir …🙂 Nichtsdestotrotz freue ich mich auf weiteren regen Austausch!

  2. Pingback: „Totgeliebt“ – Fesselnde Psychologie » Zeit für Mußestunden

Kommentare sind willkommen :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s