Die Liebe – zu wenig oder zu viel …?

Er wusste nicht, wie es ihm geschah. Plötzlich war er allein. Die Tür wurde zugeschlagen. Das Echo hallte noch lange in seinen Ohren. Wie betäubt blieb er zurück. War´s das? Ihr Parfüm hing noch in der Luft des Zimmers. Er wollte nicht, dass sie ging. Er liebte sie doch! 

Er verstand es nicht. Was hat er falsch gemacht? Sie hat es ihm erklärt, doch er begriff es nicht. Hatte sie nicht alles gehabt? Schöne Reisen und Geschenke? Schmuck und Kleider, Partys und Freunde? Luxus und Unterhaltung? Ein Haus und Garten, venezianische Terrasse? Alles nach ihren Wünschen … Das Haus am Meer, das kleine Segelboot, wo sie einst so glücklich waren? Das Rauschen des Meeres, das sie hörten, wenn sie sich liebten und das sie später in den Schlaf wiegte. Atemlos und erschöpft, wenn sie die Augen schlossen, um das Murmeln der Wellen zu hören, wenn sie die steinige Küste erreichten. Glücklich und zufrieden, als sie am Morgen auf der Sonnenterrasse frühstückten. Das Meer glatt, ruhig und friedlich, wie sie selbst.

Photo: © Sunelly Sims

Das soll vorbei sein? Aber sie waren doch so glücklich … er verstand es nicht. Was fehlte? Was hatte sie nicht? Was konnte er ihr nicht geben? Aufmerksamkeit, Verständnis, Liebe … war das zu wenig? Er machte doch alles mit, er folgte ihr auf Schritt und Tritt, um ihr alles zu geben, ihre Wünsche von den Augen abzulesen … um sie überallhin zu begleiten, um sie zu lieben. War das zu wenig … oder zu viel?

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© Sunelly Sims

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