Die Sehnsucht nach Freiheit und das Dilemma

Das ganze Leben ist ein Tappen im Dunkeln – man weiß nie, was als Nächstes kommt. Unser Lebensplan bestimmt, welche Erfahrungen wir machen (müssen). Unsere Gedankenkraft, die positiven Gedanken tragen maßgeblich dazu bei, die Qualität dieser Erfahrungen zu beeinflussen.

Die Lebensaufgabe, die Bestimmung um Erfüllung zu erlangen ist in uns angelegt – unsere Sehnsüchte zeigen uns den Weg. Die Sehnsüchte möchten uns dazu antreiben, unsere Lebensaufgabe, den Sinn unseres Lebens  zu leben. Erfüllung zu finden. Die Sehnsüchte sind auf den Lebensplan abgestimmt.

Zum Beispiel die Sehnsucht nach Freiheit – in Freiheit, in Unabhängigkeit zu leben, frei von den meisten Zwängen, die uns einengen und uns vorschreiben, was wir tun sollen oder lassen. 

Wünsche nach mehr Geld, nach finanzieller Sicherheit um in Freiheit leben zu können. Oder wir möchten erst in Freiheit leben, wenn wir genug Geld haben. Erst dann alle Wünsche verwirklichen, erst dann das zu tun, wovon wir träumen. Dann hätten wir keinen Druck, wir könnten in aller Ruhe ein Leben, mit all seinen Facetten führen, welches uns Spaß macht, das uns befreit, das uns erfüllt, das keinen Druck erzeugt. Das mit dem Geld ist eine Bedingung. Wir knüpfen unsere Sehnsucht nach Freiheit an der Bedingung, erst das nötige Geld besitzen zu müssen. Und zwar nicht nur im Geiste, nein, auch auf unserem Bankkonto – und zwar eindeutig und für uns sichtbar, um es wirklich glauben zu können, dass wir es tatsächlich haben. Wir brauchen dies als Beweis. Als Beweis für unsere Sicherheit. Doch Sehnsüchte kennen keine Bedingungen. Bedingungen bedeuten Zwänge, Vorschriften, welche unsere Seele, in der unsere Sehnsüchte ihren Ursprung haben, nicht kennt, und nicht akzeptiert.
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Sie will einfach frei sein – egal wie. Die Seele kennt den Lebensplan – man muss seiner Sehnsucht (blind) vertrauen, ohne daran Bedingungen zu knüpfen.
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Aber woher weiß man, welche Erfahrungen die Sehnsucht, zum Beispiel nach Freiheit, nach sich ziehen wird? Wohlstand oder Verarmung? Welche Erfahrungen will die Seele durch diese Sehnsucht machen? Wir können das nicht wissen. Bekommen wir automatisch angenehme, schöne Erfahrungen, wenn wir unserer Sehnsucht folgen? Oder bekommen wir eine weniger angenehme Erfahrung, die die Seele noch durchleben will, weil sie diese noch nicht kennt, oder weil eine Erfahrung aus der Vergangenheit noch nicht ausgeglichen, noch nicht abgeschlossen wurde? Die Seele strebt immer nach Ausgleich, damit sie bereit ist, um neue, andere Erlebnisse durchzumachen, durchzufühlen
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Wenn wir unserer Sehnsucht folgen, sind wir mit unserer Wahrheit in Kontakt. Das stimmt auch. Es sollte ein gutes, befreiendes Gefühl in uns sein. Die Ausdauer, den Glauben daran aufrechtzuerhalten, scheitert an dem mangelnden Vertrauen. Wir möchten schnellere Ergebnisse sehen. Wir sind entschlossen, unserer Sehnsucht zu folgen, wir glauben an unseren Träumen, doch wenn sich nicht bald Resultate einstellen, werden wir unsicher und frustriert. Wir bekommen Angst und Zweifel. Wir brauchen Resultate, die wenigstens den Hauch einer Spur aufzeigen, dass wir auf dem richtigen Weg zu unserer Wahrheit sind.
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Wir sind unserer Sehnsucht ausgeliefert. Wenn wir ihr nicht folgen, leben wir nicht unser Leben, das im Lebensplan vorgesehen ist. Wenn wir unserer Sehnsucht folgen, sind wir dem Zeitdruck ausgeliefert. Weil es Zeit braucht, bis Resultate da sind.

Was ist schlimmer – ein fremdes Leben zu führen oder der Sehnsucht zu folgen, sie in uns freizusetzen aber unter Zeitdruck zu leben? Viele halten dem Druck nicht stand und verzichten auf die Sehnsucht.

So erzeugt die Sehnsucht eigentlich Druck in unserem Leben. Nur wenn man stark und wirklich mutig ist, schafft es diesen  Druck auszuhalten. Sonst macht man einen Rückzieher und lebt ein fremdes Leben – vielleicht ohne, oder mit wenigem Druck. Doch dafür können andere Situationen eintreten, die sehr wohl einen anderen Druck, das Gefühl der Unsicherheit, Verzweiflung erzeugen. Um uns zu zeigen, dass der Druck überall lauert. Egal, welchen Weg wir wählen.

1.)

Wenn wir der Sehnsucht nicht folgen – kann Druck im Beruf oder in zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen.

2.)

Wenn wir der Sehnsucht folgen – kann Druck wegen Unsicherheit, wegen der finanziellen Lage entstehen. Wenn man der Sehnsucht folgt, zum Beispiel frei zu sein, in Freiheit zu leben, das zu machen, was einem Freude und Spaß macht, ohne die finanzielle Seite zu berücksichtigen. Wenn man etwas mit Freude tut, kommt das Geld automatisch – so heißt es. Doch es kann dauern, es geht meistens nicht von einem Tag auf den anderen. Das erzeugt einen großen Druck, denn wir müssen unsere Rechnungen bezahlen. Wir haben zwar Freude daran, was wir in Freiheit tun, aber der ständige Druck wegen unserer finanziellen Lage kann unsere Kreativität/Produktivität negativ beeinflussen, beschränken. Wenn dieses Gefühl aufkommt, hat man die Empfindung, gegen den Strom zu schwimmen. Es ist nicht leicht, eine gewisse Gelassenheit zu bewahren, auch wenn man spürt, auf dem richtigen Weg zu sein – man folgt schließlich seiner Sehnsucht und das sollte doch richtig sein.

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Zu Punkt 1.)  – Wenn wir unserer Sehnsucht nicht  folgen:

Wenn oben genannter Druck entsteht, können wir handeln, wir können es im Außen ändern – andere Arbeit, andere Menschen. Es kann allerdings geschehen, dass die vorherige Situation (welche Druck auf uns ausübte) sich wiederholt – wir bekommen wieder den gleichen oder einen noch größeren, unerträglicheren Druck. Es will uns zeigen, dass wir nicht auf dem richtigen Weg sind. Wir können es jedoch immer wieder ändern, die Situation nachjustieren, korrigieren, woanders hingehen und wieder neu anfangen. Der springende Punkt ist: Wir fühlen uns nicht so ausgeliefert, weil uns bewusst ist, dass wir etwas tun können – wir selbst können handeln. Wir können es bestimmen. Davon gehen wir aus. Das gibt uns ein Gefühl der Sicherheit und der Kontrolle. Ich bestimme, was ich ändern möchte. Doch wenn die Änderungen, die wir durchführen (Handeln) nicht unserem Lebensplan entspricht, dann erzeugen wir mit jeder neuen Handlung Druck. Immer einen anderen Druck. Bis wir überlegen, eine Umkehr zu machen, um doch unserer Sehnsucht zu vertrauen.

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Zu Punkt 2.)  – Wenn wir der Sehnsucht folgen:

Wir nehmen unsere Sehnsucht wahr, lassen alles los, wir vertrauen auf unseren Lebensplan. Wir wollen frei sein. Doch wenn keine Resultate kommen, bekommen wir Angst und wir werden unsicher, ob es doch richtig ist, worauf wir uns einließen. Die Zeit quält uns, wir haben Sorgen, wovon sollen wir leben? Und schon tauchen Gedanken auf (von dem Verstand, der den Lebensplan nicht kennt), wir müssen handeln! Wir müssen diese unsichere Lage ändern! Wir brauchen Sicherheit! So kehren wir auf den alten Pfad zurück, in der Gewissheit, dort mehr Sicherheit zu finden, zumal wir auf dem alten Pfad, den wir kennen – wahrscheinlich schnellere Resultate bekommen würden, um unseren Verstand, der Sicherheit für uns will, ruhig zu stellen.

Ja, dann haben wir unser altes (fremdes) Leben wieder. Anfangs überkommt uns eine Ruhe – jetzt sind wir wieder sicher – doch irgendwann geschieht etwas, das erneut Druck erzeugt. Schon brauchen wir wieder Kraft und Energie dem Druck standzuhalten. Wir haben also nichts erreicht. Die anfängliche, täuschende Ruhe (Illusion der Sicherheit) ist fort, der Druck ist wieder da. Der Druck in der vermeintlichen Sicherheit. Der Druck, der uns wieder unsicher macht und alles wieder infrage stellt. Und man kann nicht aus einer Sache, die ständig neuen Druck erzeugt, das Beste machen („Mach´ das Beste daraus!“). Zu viele Kompromisse und Verzicht auf die Sehnsucht, auf die Selbstachtung, entsprechen nicht unserem Lebensplan. Deshalb fühlen wir uns nicht gut dabei. In Wahrheit möchte man nicht aus etwas, aus einer Situation, die im Außen erschaffen wurde, das Beste machen, sondern, man möchte aus sich selbst das Beste machen. Ein Leben mit sich selbst im Einklang führen und leben.

Wir sind nicht weitergekommen – wir stehen wieder da, wo wir am Anfang standen. Alles wiederholt sich, es ist ein Kreislauf.  Ein Dilemma ... – wo ist die Lösung? Im Grunde suchen wir nicht nur nach dem Sinn unseres Lebens, das uns Freude und Erfüllung bringt, denn viele von uns scheinen dies ohnehin bereits gefunden zu haben. Sie wissen wohl, welche Lebensart, welche Tätigkeit sie glücklich machen würde. Ich denke, wir suchen nach der Lösung für dieses Dilemma, das uns bewusst wird, wenn wir den Sinn unseres Lebens erkannt haben. Wir suchen nach einer Formel, nach einer Möglichkeit, die uns zeigt, wie wir das Dilemma beseitigen und wie wir es am besten anpacken könnten, den Sinn unseres Lebens möglichst in Sicherheit, ohne Druck und ohne Bedenken zu verwirklichen und zu leben.

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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