Die unbedachten Worte

Wenn wir denken, dann sagen wir noch keine Worte. Wenn wir Worte sagen, die wir nicht bedachten, dann sind es oft Worte, die andere verletzen. Solche Worte haben einen anderen Ursprung, die kommen nicht aus unserem Herzen. Wenn wir nicht den Weg des Herzens folgen, brechen Worte aus uns heraus, die wir später bereuen. Doch die Worte sind ausgesprochen, sie hallen wie ein Echo in unseren Ohren und lassen uns an nichts anderes mehr denken.

Es sind Worte, die nicht wissen, was sie tun. Wir sollten sie vergessen, ihnen vergeben, doch sie lassen sich nicht wegschieben. Sie lösen sich nicht auf und bleiben bestehen. Zwischen zwei Menschen, die nicht bedachten, welche Worte sie sprachen. Freudlosigkeit und Frust in ihrem Leben ließen sie hervorsprudeln. Ohne zu denken. Ohne zu überlegen, was sie anrichten würden. Durch unsere Sprache wird den Worten Leben eingehaucht und sie wirken. Die Worte, die tun die Arbeit, die wir ihnen aufgetragen. Ob sie gut oder schlecht ist, das wissen sie nicht – doch sie wirken. Immer.

Das können nur wir selbst wissen, wenn wir unsere Worte vorher bedenken. Nur wenn wir denken, wissen wir, welchen Worten wir erlauben, aus uns herauszubrechen. Denn wenn die Worte gesprochen sind, dann ist es zu spät. Es gibt kein zurück, so wie es kein Vergessen gibt. Worte, die wir sprechen, prägen sich ein, sie bringen Freude oder Leid. Die Fähigkeit zu sprechen bekamen wir, um Freude, Glück und Liebe auszudrücken. Zu loben, das Gute anzuerkennen, zu belohnen, die Schönheit der Natur zu beschreiben, Lieder zu singen, Freundlichkeit, Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen.

Anderen Menschen Mut und Zuversicht zu geben, sie zu ungeahnten Leistungen, die in ihnen schlummern, anzuspornen. Mit ihnen die Worte der Freude und des Glücks zu teilen, wenn sie Erfolg haben. Wenn sie endlich ihre Wünsche, Träume verwirklicht haben. Das sind Worte, die alle lieben und gerne hören würden. Statt Worte der Angst, Missgunst,  Neid und Hass. Solche Worte mögen die Menschen nicht. Doch es sind zu viele, die nur diese Worte kennen und immer nur solche hören. Sie können auch nur diese Worte weitergeben, weil sie nicht immer bedenken, welche Worte in ihrem Leben, in ihrem Herzen einen Platz bekommen dürfen. Sie lassen alle Worte wahllos hinein, auch solche, die von anderen und von ihnen selbst vorher nicht bedacht wurden.

Worte haben Gewicht und solche Worte lasten auf der Seele. Sie nisten sich ein, sie fühlen sich dort wohl. Sie verlangen nach unserer Aufmerksamkeit, falls sie das Gefühl haben, dass wir sie schon fast vergessen haben. Sie erinnern uns immer wieder – und sie wollen wieder gesprochen werden. Die unbedachten Worte. Um sich auch bei anderen Menschen, in ihrem Herzen einzunisten. Um die schönen Worte, die Worte der Freude, des Glücks und der Liebe zu vergiften, um sie wegzudrängen. Eine Epidemie der unbedachten Worte, die noch mehr Menschen unglücklich machen. Menschen, die durch das Gift der unbedachten Worte und Gedanken innerlich verwelken und verbittern.

Worte haben Macht doch noch mächtiger sind Gedanken, die wir mit Bedacht wählen sollten, um nur freundliche, liebevolle Worte zu sprechen. Worte, die uns und anderen Menschen gut tun,  die das Gefühl der Liebe, Freundschaft und Zusammengehörigkeit stärken – für den Fall, dass wir alle irgendwann, eines Tages im selben Boot sitzen sollten …

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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2 thoughts on “Die unbedachten Worte

  1. Hey, ich bin mal so frei und poste was auf der Seite. Sieht toll aus! Ich nutze seit kurzem auch WordPress kapiere aber noch nicht alles. Deine Seite ist mir da immer eine willkommene Anregung. Danke!

    • Vielen Dank für deinen Kommentar und für das Lob – ich liebe es bei WordPress zu bloggen; meiner Meinung nach die beste Plattform für Blogs. Immer wieder kann ich nur schwer wiederstehen, einen weiteren Blog zu kreieren, doch ich habe ohnehin schon Einige hier (die Liste meiner Blogs ist auf meinem Gravatar oder unter „About“ zu finden). Ab und zu ändere ich die Designs (Themes) – das macht mir immer sehr viel Spaß – , damit es mit der Zeit nicht langweilig wird.
      Ich wünsche viel Erfolg für deinen Blog bei WordPress!

      Grüße,
      Sunelly Sims

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