Das Leben und das Warten

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Photo by Ambro

Das Leben ist auch ein Warten. Wir warten, bis wir das Schulalter erreichen, wir warten, bis wir mit der Ausbildung fertig sind, wir warten, bis wir einen Job bekommen. Wir warten, bis die große Liebe unseren Weg kreuzt. Wir warten, bis Kinder da sind, wir warten auf den Urlaub, auf Weihnachten, auf den Schnee um Ski zu fahren. Wir warten auf den Sommer, um endlich wieder im Freien baden zu können, im grünen Tal, in dem See, wo es uns so gut gefällt.

Wir warten auf eine verlorene Liebe, bis sie zu uns zurückkehrt. Ob sie das tut …? Das wissen wir nicht, wir warten ab. Wir warten auf das Glück, bis es endlich an unserer Tür klopft. Wir warten darauf, dass uns das Leben bringt, was uns andere versprechen. Wir warten auf die Dankbarkeit von anderen, doch oft kommt nichts zurück, denn manche denken, es sei alles selbstverständlich.

Wir warten, bis neue Türen sich für uns öffnen, wir warten auf aufregende Möglichkeiten. Wir trauen uns nicht neue Wege zu gehen – wir warten ab. Wir warten, bis Wunder geschehen, wir warten, bis unsere Träume sich erfüllen. Wir warten, bis wir mehr Geld haben und mehr Freiheit genießen können. Wir warten auf etwas, das uns erfüllen, uns den inneren Frieden bringen soll. Wir warten, bis das Leben für uns beginnt.

Wir warten, bis wir die Einsamkeit mit jemandem teilen, wir warten, bis wir versorgt und gepflegt werden. Und eines Tages hat das Warten ein Ende – dann brauchen wir nicht länger zu warten, um anzufangen zu leben.

Leben im Hier und Jetzt. 

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Photo by Boaz Yiftach

Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht; daß ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab.

(Lucius Annaeus Seneca)

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

2 thoughts on “Das Leben und das Warten

    • Hallo Marina,
      einfach leben und das zu schätzen, was im Hier und Jetzt ist. Man darf trotzdem Zukunftspläne schmieden und Ziele verfolgen, doch es ist besser, wenn man darauf vertraut, dass es im Leben für alles den richtigen Augenblick gibt. Ohne vorschnell und hastig zu agieren nur ja nicht untätig zu sein. Du musst handeln – sagt man oft. Das Warten kann an sich auch positiv sein, denn anstatt schnell etwas zu erzwingen, ist es manchmal besser, wenn man nach innen schaut und in sich hineinhört und vertrauensvoll bleibt. Wenn man gewisse Dinge nicht erzwingt und das Gefühl der Kontrolle im Auge behält, bekommt man oft unerwartet wertvolle Impulse aus dem Inneren. Dann aber, sollte man auch handeln …

      Einen sonnigen Dienstag und liebe Grüße,
      Sunelly Sims

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