Menschen und Erinnerungen

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Photo by graur razvan ionut

Menschen und ihre Erinnerungen. Ach, da gibt es so viele! Erinnerungen aus der Kindheit, aus der Schule, Erinnerungen an den ersten Arbeitsplatz. Erinnerungen an die erste Liebe, an den ersten Kuss. Erinnerungen daran, als die Liebe zerbrach, oft ganz plötzlich, wie ein Glas und an die Scherben, die unser Herz verletzten. Erinnerungen an den Kummer, der danach kam, der uns die Kehle zuschnürte und das Herz zum Weinen brachte. Doch irgendwann war es vorbei, nur die kleinen Narben blieben. Das Leben ging eben weiter und in seiner Großzügigkeit schenkte es uns neue Erinnerungen. Einige wollten wir gar nicht annehmen, wenn wir heute zurückdenken. Wir wurden nicht gefragt, sonst hätten wir nur schöne Erinnerungen. Ja, die gibt es viele, doch auch die Enttäuschungen sind Erinnerungen.

Erinnerungen – die Summe unseres Lebens, jeder erlebt etwas anderes oder Ähnliches. Erinnerungen machen uns aus, es gibt welche, die uns zusammenschweißen, die wir mit anderen gemeinsam hatten. Wir haben sie alle in unserem Herzen und die Wehmut sucht uns heim, wenn wir uns an manches erinnern. Ach, war das damals schön … weißt du noch …? Wo ist die Zeit geblieben, als wäre es gestern gewesen … Bilder und Szenen, die plötzlich aufblitzen – Erinnerungen an uns selbst, wie wir einmal waren, wie wir aussahen, wie wir mit anderen lachten und Spaß hatten. Das waren noch Zeiten …! Wieso ist die schöne Zeit bloß so schnell vergangen …!

Wir erinnern uns, wir wissen, dass wir diese Tage erlebten, doch sie gingen – sie wurden zu  Erinnerungen – für immer. Niemand kann uns diese Zeit zurückgeben, so gerne wir sie hätten – nicht mal das Leben selbst. Es war doch so schön, warum musste es vorbei sein, warum musste es zu Ende gehen …? Augenblicke, die uns berührten, Menschen, die uns glücklich machten und die Freude, die wir im Herzen spürten.

Doch das Leben muss weitergehen, wir tragen unsere Erinnerungen, die immer mehr werden. Schöne und Freudige, Schwere und Traurige. Es sind einige, die behalten wir für uns, andere geben wir weiter, wir teilen sie mit Menschen, die uns nahe stehen. Wir können uns an vieles erinnern, und wenn wir einmal alt werden, halten wir uns oft in unseren Erinnerungen auf. Wir lassen sie wieder aufleben, um mehr Farbe in unser Leben zu bringen. Um die Tage lebendiger zu machen, wenn man Gesellschaft nur mehr in seinen Erinnerungen hat. Sie lassen die Einsamkeit vergessen – für wenige Augenblicke, die wir immer wieder durchleben möchten, inmitten unserer Erinnerungen.

Erinnerungen an unser Leben, das immer weiterging, um uns noch mehr davon zu geben. Das Leben, das uns zuhört, wenn wir uns erinnern und sagen: <Ja, so war mein Leben, voller Erinnerungen, doch jetzt, hab´ ich nur mehr die Schönsten von ihnen im Herzen  ..>

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Photo by Evgeni Dinev

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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