Die Träume der Nacht

Wenn die Nacht kam, sie brachte eine andere Welt. Eine Welt, die es nur in den Träumen gab. Schön, bunt, es duftete nach Leben, Glück und Friede breiteten ihre Flügel über die Häuser aus. In den Häusern lebten Menschen, die träumten, wenn die Nacht kam. Doch jeder träumte etwas anderes und niemand wusste, ob die anderen schöne oder böse Träume hatten. Träume schwirrten in der Luft herum, die Nacht war ihre Welt. Da konnten sie sich frei bewegen, es gab keine Vorschriften, die ihnen die Menschen sonst auferlegten. Da hatten die Träume Macht. Sie sahen auf die Menschen hinab, sie sahen, wie klein sie waren, sie sahen, wie sie sich in ihren Betten wälzten und die Luft einatmeten, die sie brauchten, um zu träumen. Die Luft, die immer da sein durfte, nur die Träume nicht. Die Träume brauchte man nicht zum Atmen, um zu leben.

Doch die Träume wussten, dass man sie auch brauchte, denn was war der Mensch ohne seine Träume …? Ohne Träume hätte er keine Lust zu atmen, um zu leben. Dann bräuchte er auch die Nacht nicht, die ihn zu seinen Träumen, in eine andere Welt entführte. Die Träume, die nur in der Nacht lebendig sind. Die Träume, die den Menschen eine Welt zeigen wie sie sein könnte, wenn sie ihre Augen schließen und ihr Leben den Träumen der Nacht übergeben.

Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?

(George Bernard Shaw)

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims 

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3 thoughts on “Die Träume der Nacht

  1. „Die Träume, die nur in der Nacht lebendig sind.“
    Toller Beitrag.🙂
    Die Nacht birgt ein ganz eigenes Lebensgefühl. Ich fühle mich dann um einiges wohler, als tagsüber.

    • Danke, Markus – freut mich!
      Dann bist du wohl eher ein Nachtmensch – im Sinne der Kreativität, meine ich. Es gibt viele Menschen, die ihre Begabungen, Talente, nachts besser entfalten können, denn die Nacht ist eine andere Welt, die den Künstlern mehr Ruhe, Entspanntheit, Konzentrationsfähigkeit und mehr Inspiration schenken kann. Die Nacht kann auch die Wahrnehmug etwas verändern – man spürt und nimmt Dinge mit schärferen Konturen wahr, als tagsüber, wo das helle Licht und der Straßenlärm möglicherweise viele Ideen, Eingebungen daran hindern, an die Oberfläche zu kommen um sich richtig zu entfalten. Wenn die Nacht kommt und alles ruhiger ist, finden die Eingebungen – die Sprache der Seele – den Weg leichter nach draußen.

      Ich wünsche Dir ein schönes Osterfest und erholsame Feiertage!

      Liebe Grüße
      Sunelly Sims

  2. Pingback: Träume der Liebe und des Glücks | Schreib-Box

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