Großzügigkeit und Glück

Glück ist ein Parfüm, das du nicht auf andere sprühen kannst, ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen.

(Ralph Waldo Emerson)

Großzügig sein. Geben und nehmen. Großzügigkeit schenken, doch nicht immer nur an andere denken. Sich selbst Großzügigkeit gönnen, dem Herzen eine Freude machen.

Denn wenn sich das Herz freut und Glück erfährt, behält es nicht für sich allein. Das Herz ist großzügig und möchte die Freude und die Liebe, die es innehat, auch anderen geben, wenn wir es ihm erlauben.

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Photo by Keattikorn

Viele Menschen geben zu viel, beschenken andere mit Freude, Glück und guten Taten. Doch ihrem Herzen geben sie zu wenig, sie sind nicht großzügig genug zu sich selbst. Sie kämpfen sich ab, sie leisten viel, sie opfern sich auf, ohne Rücksicht auf sich selbst. Ihre Herzenswärme und Liebe bekommen andere. Doch ihr Herz wird leer, immer mehr. Sie werden kraftlos, schwach, ausgelaugt und krank. Sie fragen sich warum? Womit haben sie das verdient? Sie haben doch so viel gegeben … immer waren sie da für andere, hatten geholfen und viel für andere getan.

Doch sie haben sich selbst zu wenig gegönnt – zu wenig Respekt, zu wenig Großzügigkeit, zu wenig Selbstliebe. Sie hatten ihrem Herzen keine Freude geschenkt. Nur wenn Freude im eigenen Herzen wohnt, kann sich der Mensch freuen und glücklich sein. Es ist der innere Frieden, den wir in unserem Herzen verspüren. Es ist die Harmonie, die Ausgeglichenheit, die äußere Umstände ausgleicht.

Viele, die immer nur geben, erlangen die Harmonie des Herzen nicht, ihr Herz ist müde, betrübt, unzufrieden und sagt: <Jetzt gönne dir doch selbst auch mal etwas Gutes; denke auch mal an dich! Merkst du nicht, wie müde du bist? Auftanken, Freude erleben, das Glück zu spüren – auch mal für dich! Wenn du dir selbst nichts gibst, wie willst du den anderen so viel geben? Die Quelle versiegt … und du merkst es nicht …>

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Photo by Sarunyu_foto

Bevor wir immer nur geben und noch mehr geben, sollten wir uns fragen: Was geben wir uns selbst? Sind wir bereit, auch uns selbst gegenüber großzügig zu sein, um auch mal Freude und den inneren Frieden im Herzen zu spüren? Viele Menschen stören Ungerechtigkeiten, doch die größte Ungerechtigkeit begehen sie selbst, nämlich ihr eigenes Selbst gegenüber. Sie sind und werden immer unzufriedener, denn sie wollen ja großzügig sein. Sie wundern sich vielleicht auch darüber, dass nur ein Bruchteil von alldem, das sie nach außen geben, zu ihnen zurückkehrt.

<Es sollte doch viel mehr sein – ich habe doch schon so viel gegeben! Aber es macht nichts … ich gebe gern, ich schenke euch mein letztes Hemd … hier, nimmt es ruhig … ich brauche nichts …!> 

So kommt es, dass der Mensch, der immer nur gibt und auch sein letztes Hemd verschenkt, zurückbleibt – mit einem leeren, traurigen Herzen. Sein Herz, dem er keine Freude und Selbstliebe gönnt. Der Mensch erlaubt seinem Herzen nicht, das Glück und den Frieden zu spüren.

Sein Herz … es schweigt – der Mensch hat es zum Schweigen verurteilt.

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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One thought on “Großzügigkeit und Glück

  1. LIebe Sun,
    dies ist ein nach meinem Empfinden ein sehr kraftvoller und wertvoller Beitrag für die Liebe des Lebens, die ja mit uns selbst beginnt. Denn wir können ja nur so viel geben, wie wir selbst (von uns bekommen) haben. Besonders deutlich wird das in deinem Satz:
    Viele Menschen stören Ungerechtigkeiten, doch die größte Ungerechtigkeit begehen sie selbst, nämlich ihr eigenes Selbst gegenüber.
    Welch bittere Ironie, dass das Wort „Selbstgerechtigkeit“ in unserer Gesellschaft einen so negativen Touch hat.
    Ich wünsche uns allen tiefe innige Selbstliebe!
    Herzlichst
    MarIna

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