Der Brief

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Liebe Meredith,

es tut mir so unendlich leid … du wirst sehr enttäuscht sein, dieses Zimmer hier …  leer vorzufinden … ohne mich.

Ich finde keine Worte, die meine Gefühle für dich beschreiben könnten … Meine innere Zerrissenheit, die mir das Herz bricht. Die Liebe, die ich für dich empfinde, ist so wunderbar, doch sie kostet so viel Kraft … die habe ich nicht…

Ich war so glücklich dich wieder zu sehen … ich hatte eine so große Sehnsucht nach dir … doch jetzt …  Ich kann nicht bleiben, ich muss fort, ich muss zurück … Wie verletzend müssen meine Worte für dich sein … ich ertrage den Gedanken kaum. 

Ich sehe dich, wie du dieses leere Zimmer betrittst … so glücklich, so strahlend … doch dann stehst du hier … diesen Brief in den Händen …  Wie du mit Tränen gefüllten Augen auf den Eiffelturm blickst … diese wunderbare Aussicht … du solltest jetzt nicht alleine sein … Ich sollte doch neben dir stehen, dich umarmen … die Worte der Liebe hören, die sich in deinen wunderschönen Augen widerspiegeln…

Es tut mir so unbeschreiblich leid … bitte verzeih mir …  suche nicht nach mir … wir dürfen diese Liebe nicht leben … nicht hier und nicht jetzt … vielleicht hat es sie auch niemals gegeben … vielleicht war das alles nur ein wunderschöner Traum, eine betörende Illusion, die uns den Atem raubte um kurze Zeit später aufzuwachen, bevor uns das Leben da draußen vollkommen entgleitet … bevor wir alles verlieren. Und doch, wir verlieren sehr viel – wir verlieren uns … die schönste Illusion, denn sie war ein Traum … ein Augenblick des Glücks. Das Glück, das wir fanden, doch wir dürfen es nicht behalten…

Du, dieses Glück und deine Liebe … sie sind ein Hauch von Ewigkeit…

Bitte verzeih mir,

Jean

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Ich entdeckte dieses Bild und ließ meiner Fantasie freien Lauf. Ein Hotelzimmer, eine stimmungsvolle Terrasse mit dem wunderbaren Blick auf den Eiffelturm. Der Tisch wurde bereits gedeckt, ein köstliches Abendessen wartet auf zwei Personen, die sich vielleicht vor Kurzem in Paris, in der Stadt der Liebe kennengelernt hatten und sich hier wieder treffen wollten. Eine schicksalhafte Begegnung, vielleicht die große Liebe … wer weiß? Aber dann … plötzlich die Erkenntnis, dass es keine Fortsetzung für diese Beziehung geben darf … und ein Brief, der all dem ein abruptes Ende setzt …

Welche Gründe mag es wohl dafür geben? Wie begann die Geschichte zwischen Meredith und Jean? Warum will Jean die schöne Liebesgeschichte mit Meredith urplötzlich beenden, noch bevor sie richtig angefangen hat?

Ein Bild spricht tausend Worte …  Ich denke, da steckt noch viel mehr dahinter … und was meinen Sie…?

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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